PARODONTOLOGIE

Häufig klagen Patienten über Zahnfleischbluten, Zahnfleischentzündungen und Zahnfleischrückgang.

Dafür gibt es Lösungen. Neben individueller Beratung zu Ihren Problemen verfolgen wir ein ausgereiftes, patientenorientiertes Konzept zur Behandlung von Zahnfleischentzündung/Parodontitis/Parodontose.

Die Parodontitis ist eine entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates. Der Knochen, der die Zahnwurzel umgibt und den Zahn fest verankert, bildet sich nach und nach zurück. Es entstehen sogenannte Zahnfleischtaschen, die eine hervorragende Nische für weitere Beläge bilden. Diese Beläge fördern wiederum den Knochenrückgang und die Zahnfleischtaschen vertiefen sich. Auch völlig gesunde und kariesfreie Zähne können dadurch verloren gehen!

Ursachen und fördernde Faktoren für die Parodontitis sind:

Vorraussetzung für eine erfolgreiche Parodontitis-Therapie ist eine gute Mundhygiene. Dies bedeutet täglich mindestens 2x Zähneputzen und 1x täglich Zahnseide oder Interdentalbürstchen verwenden. Beides können Sie in unserem Prophylaxeshop erwerben.

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Bei der Therapie in der Zahnarztpraxis geht es darum die beiden Hauptfaktoren (Beläge und Bakterien) zu eliminieren.

Schritt 1

Jeder Parodontosebehandlung sollte eine Professionelle Zahnreinigung (PZR) vorausgehen. Die Professionelle Zahnreinigung mindert die bakterielle Belastung des Blutkreislaufs und reduziert die oberflächliche Entzündung des Zahnfleisches.

Schritt 2

Die eigentliche Parodontosebehandlung beinhaltet die Tiefenreinigung der Zahnfleischtaschen. Sie wird schmerzarm unter Lokalanästhesie und deshalb in zwei Sitzungen durchgeführt. Rechte und linke Kieferhälfte in getrennten Sitzungen.

Schritt 3

Nach der Tiefenreinigung sind alle festen und weichen Beläge entfernt. Die Bakterien, die maßgeblich für die Taschenbildung verantwortlich sind, müssen jedoch ebenfalls eliminiert werden.

Hierfür gibt es folgende Therapiemöglichkeiten:

Chlorhexamed-Schiene

Die Chlorhexamedschiene (Medikamentenschiene) ist bei milden Parodontitisformen, ohne tiefe Taschen ein bewährtes Mittel. Die Medikamentenschiene deponiert das Chlorhexidingel unmittelbar an den Taschen. Dieses vernichtet Keime und baut sich biologisch selbst ab. Die Schienen werden individuell im Labor für Sie erstellt und können wiederholt verwendet werden.

Bei fortgeschrittenen Stadien der Parodontitis und damit tieferen Taschen reicht die Medikamentenschiene nicht mehr aus. Hierfür bieten wir zwei Alternativen:

Antibiotikum-Therapie

Die Antibiotikum-Therapie wird bei aggressiver Parodontitis und tiefen Taschen angewandt. Zunächst erfolgt eine mikrobiologische Keimuntersuchung, bei der festgestellt wird, welche pathogenen Keime die Parodontitis verursachen. Nach der individuellen Keimbestimmung kann gezielt das entsprechende Antibiotikum verschrieben werden. Wiederholte Antibiotikumgabe kann zu Resistenzen und Pilzinfektionen führen.

Laser-Therapie

Die Laser-Therapie ist der alternative Weg zur Antibiotikum- Therapie. Der Laser hat keinerlei Nebenwirkungen und die Behandlung ist völlig schmerzfrei. Durch diese Therapieform werden insgesamt 99,9% aller Bakterien zerstört und es kommt zu einem schnellen Entzündungsrückgang.

Rechtzeitig und richtig behandelt kann einer Parodontitis fast immer Einhalt geboten werden. Um die Prognose der Parodontitis-Therapie auch langfristig zu steigern, sollte anschließend mindestens 2x im Jahr die PZR wahrgenommen werden.